Archiv für September 2014

Einladung zum Aktionsratschlag 2015 vom 03. bis 05.Okt. 2014 in Köln

handarbeit kleinKein zweites Kopenhagen für die Klimabewegung! Wo, wie und wann können wir unseren Widerstand in einer Massenaktion 2015 zuspitzen?

english version: Invitation action plenary

version francais: Invitation a comite d action

deutsche version: Einladung Aktionsratschlag

Liebe Freundinnen und Freunde,

2015 werden in Paris die Verhandlungen zu einem neuen Klimaabkommen stattfinden. Wir Aktivist*innen von EKiB glauben nicht, dass diese oder andere Verhandlungen den Klimawandel aufhalten werden. Die Herrschenden kümmern sich nur um ihre Profite, wir kümmern uns um die CO2-Reduktion!

Wir sind der Meinung, dass es Zeit ist, dass wir selber aktiv werden müssen. Anstatt uns 2015 ausschließlich direkt an den Klimaverhandlungen in Paris abzuarbeiten, wollen wir das nächste Jahr für eine großangelegte Massenaktion des zivilen Ungehorsams nutzen, die sich direkt gegen CO2 Quellen an Orten, an denen der Klimawandel gemacht wird, wendet.

Die Aktion 2015 wollen wir nun mit möglichst vielen Menschen und Gruppen planen und vorbereiten und laden euch deshalb zu einem Aktionsratschlag vom 03.-05. Oktober 2014 in Köln ein.

Während der Kampagne “Kohleausstieg ist Handarbeit” haben wir schon sehr gute Erfahrungen mit transnationaler Vernetzung gesammelt und wollen daran anknüpfen. Deshalb sind auch besonders Gruppen, die nicht aus Deutschland kommen, eingeladen nach Köln zu kommen und mitzumachen. Um Übersetzung wird sich gekümmert.

Für uns gehören Widerstand und der Aufbau von wirklichen Alternativen zusammen um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Deshalb sind auch Menschen die sich mit Themen wie dem “Buen Vivir” aus Lateinamerika beschäftigen oder Teil der “Degrowth”-Bewegung aus dem globalen Norden sind, oder der grade in Frankreich aufkommenden “Alternatiba”-Bewegung auch herzlich eingeladen.

Klimaschutz ist Handarbeit! Kommt deshalb vom 03.- 05 Okt. nach Köln!

Weitere Informationen findet ihr auf: http://ekib.blogsport.eu/

Bitte leitet die Einladung an Gruppen und Personen weiter, die an dem Treffen Interesse haben könnten. Für Essen, einfache Unterkunft und Übersetzung ist gesorgt. Bitte meldet euch zwecks Planung bis mitte September bei info@ausgeco2hlt.de an.

Vom Hörsaal auf die Straße…


„Genug ist genug für alle – Gutes Leben statt Wachstumswahn“
Aktionsdemo zieht durch Leipzig

Leipzig, 6.9.2014. Zum Abschluss der 4. Internationalen Degrowth-Konferenz zogen heute ca. 1000 Menschen durch die Leipziger Innenstadt, um ihre Forderung nach einer ökologischen und gerechten Gesellschaft in die Öffentlichkeit zu tragen.
An verschiedenen Stationen präsentierten Leipziger Initiativen ihre Kritik am Wachstumswahn: Verdeutlicht wurde dies durch einen „Entschleunigungs-Flashmob“, einen Müll-Parcours und durch musikalische und schauspielerische Einlagen. Organisiert wurde die Aktion von Klimagerechtigkeit Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Vorsicht Freihandel!, Café Kaputt, den Lokalgruppen von Attac, Greenpeace, oikos und der Initiative ausgeco2hlt!

„Nach fünf Tagen mit Vorträgen, intensiven Debatten und Vernetzungstreffen war es heute höchste Zeit, dass wir die Hörsäle verlassen und auf die Straße gehen“, äußert sich eine Konferenzteilnehmerin. „Für eine Postwachstumsgesellschaft brauchen wir einerseits konkrete Alternativen zu einer Gesellschaft, die auf der Plünderung von endlichen Ressourcen aufbaut – wir brauchen aber auch bunte und entschlossene Aktionen, um in der Öffentlichkeit als starke Bewegung wahrgenommen zu werden.“

Letzter Stopp der Demonstration war ein Protestpicknick mit öffentlichem Aktionstraining vor dem Kraftwerk Lippendorf, das zu den Top Ten der schmutzigsten Kohlekraftwerke Europas zählt: Im letzten Jahr emittierte das Kraftwerk 11,73 Millionen Tonnen CO2. Für die Ausweitung des zuliefernden Braunkohletagebaus steht das Dorf Pödelwitz bereits auf der Abrissagenda. Geht es nach den Plänen der Mibrag (mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft), so soll bald ein weiterer Braunkohletagebau aufgeschlossen werden.
„Gleich vor den Toren Leipzigs werden für den Braunkohlestrom Menschen umgesiedelt und Natur zerstört“, kritisiert Max Fuchs von Klimagerechtigkeit Leipzig. „Und zwar nicht etwa, damit in Krankenhäusern und Schulen das Licht an bleibt – sondern damit Autos, Panzer und Plastik produziert werden können.“

Lippendorf

Die Teilnahme der Samba-Band „Rhythms of Resistance Leipzig“ an der Abschlusskundgebung in Böhlen wurde allerdings von Polizeikräften verhindert. Mit der Begründung, dass die Band in dem Bereich um die Thomaskirche zu laut gespielt hätte, wurden einige Sambatistas eingekesselt und festgehalten und mussten ihre Personalien abgeben. Den Betroffenen drohen Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit und Bußgeldbescheide. Die Veranstalterin der Demonstration spricht von einer „unverhältnismäßigen und völlig überzogenen Reaktion“ seitens der Polizei.

Wenn ihr mehr wissen wollt, schreibt gerne an klimagerechtigkeit_le@riseup.net !

PS: Bilder auf fb